Mal abgesehen davon, dass das Forum hier, wie ich finde, total gut gegliedert ist und man sich seine Infos optimal rauspicken kann, kriegste n paar Buchstaben von mir zu deinen Fragen

Zuerst mal: Bei so wenig Vorkenntnis empfehle ich dir, mit Jungtieren zu starten.
Auf einen Quadratmeter kommen 5 Tiere. Unsere haben deutlich mehr Platz, aber das nur nebenbei

Drinnen oder draussen?
Das muss Jeder für sich entscheiden. Wir haben einen Stall mit Klappe und eine Außenvoliere. Siehe
mitgliedervorstellung-f19/hallo-aus-hamburg--t211.htmlWichtig: Denk an die Höhe! Die Kleinen fliegen mal eben aus dem Stand locker fast 2 Meter hoch und krachen dann wie die Doofen zurück auf die Erde. Unsere Voliere ist oben mit Katzennetz abgespannt. Ausserdem reinigts sich leichter, wenn man selbst aufrecht stehen kann.
Soo..was war noch? Ach, das Futter. Wir geben Legemehl und mischen Muschelgrit dazu. Das gibts in Futtermühlen zu kaufen. Und sicher auch irgendwo im Internet. Zudem kriegen unsere Mädels gelegentlich Mehlwürmer und die alten Eierschalen.
Sie stehen ausserdem auf Salat, Vogelmiere und sonstiges Grasgezeugs. Ganz angesagt: Die Blätter von Radieschen. Immer wichtig: Das Gleichgewicht! Wenn Grünfutter, dann auch mehr Eiweiss.
Wachteln klettern eigentlich nicht. Gib ihnen Versteckmöglichkeiten, dann legen sie da ihre Eier rein. Wir haben derzeit einen kleinen Unterstand aus Tannenzweigen, bauen aber noch so ein Holzkastendings mit Klappe und Einstieg.
Nester etc kann man sich fast sparen, unsere 15 Tiere bevorzugen von den 6 angebotenen Nestern im Innenstall maximal zwei.
Da nach 1-2 Jahren die Legerei vorbei ist, kannste die auch mal essen. Ich könnts nicht, ich hab die zu lieb

Zucht ist aufwendig, frag mal die anwesenden Züchter hier. Naturbrut fällt flach, also kann man sich auch einfach die Hennen halten und fertig.
Sofern artgerecht gehalten, geh mal von etwa 3 Lebensjahren aus. Variiert gelegentlich, denke ich.
Einige Dinge aus eigener Erfahrung, wild durcheinander:
1. Unsere Wachteln gehen abends nicht allein in den (beleuchteten) Stall zurück, wir sammeln sie ein und schubsen sie sanft zurück durch die Ausstiegsklappe. Draussen lassen kommt trotz tief eingegrabenem Volierendraht nicht in Frage, da könnte n Fuchs sich locker durchbuddeln.
2. Die Kleinen brauchen ne Eingewöhnungszeit. Wir hatten nach 2 Tagen das erste Ei und jetzt, nach knapp einem Monat, liegen wir bei 13 Eiern täglich (bei 15 Tieren).
3. Sandbad!! Wichtig! Wir habend en Vorteil, dass die Voliere unter hohen Fichten steht und da ist der Boden sehr trocken. Im Stall haben wir noch ein zusätzliches Sandbad, das auch gern zur Kotablage benutzt wird. Mit einer Katzenkloschaufel kriegt man das super wieder raus. Sandbaden fördert das Sozialverhalten. (Sollte ich auch mal ausprobieren...hihi...)
4. Einstreu: Wir verwenden Strohpellets und streuen Heu darüber. In den Nestern liegt auch Heu, das trampeln sie sich zurecht. Der Stall hat etwa 5 Quadratmeter und wir haben nach 3 Wochen das erste Mal komplett ausgemistet. Die Tiere sind sehr pflegeleicht, man sollte auf Zugluft aufpassen, aber trotzdem lüften.
5. Nachts haben wir ein kleines Nachtlicht, das nicht blendet, aber zur Orientierung für die Tiere sehr gut ist. Sie flattern doch gern mal aufgreschreckt rum, wenn sich draussen was bewegt.
6. Witzig: bevor sie kacken, gehen sie rückwärts

Ich hoffe, das war halbwegs hilfreich, schliesslich bin ich auch erst kurz dabei

LG
Katja