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Mo 4. Jul 2011, 16:24

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Kohlmeise hat geschrieben:
Hallo,

es gibt keine kennfarbigen Legewachtel-Farbschläge, es gibt nur Kennkreuzungen. Bei Köhler ist das am Beispiel der Albinos beschrieben. Er hat Albino-Hähne mit farbigen Hennen gekreuzt. Alle Hennen sind Albino, also als Küken weiß, alle Hähne sind als Küken farbig.


Das habe ich mal anders gelesen, mit der Begründung, dass das Farb-Gen der Albinos am Geschlecht-Gen gekoppelt ist.
Das heisst Albino Hahn x Farbige Henne = immer Albino Hähne, aber keine Hennen.

So jedenfalls habe ich das verstanden. :?:



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Mo 4. Jul 2011, 18:02

Registriert: Do 3. Dez 2009, 09:21
Beiträge: 163

Hallo,

dann hast Du das falsch verstanden. Die geschlechtsgebundene Vererbung ist schon die Grundlage. Der Albinohahn vererbt ein Albinogen an Söhne und Töchter Albino, die Henne gar nicht, da sie ja eine Farbige ist (bei Kreuzung Albinohahn x Farbenhenne). Die Hennen haben nur ein X-Chromosom, auf dem ja das Albinogen vom Vater sitzt und sind dadurch in dieser Farbe reinerbig, sehen also als Küken weiß aus. Die Hähne aus dieser Kreuzung erben vom Vater ein Albinogen, von der Mutter ein Farbgen. Da Farbe dominant über Albino ist, wird der Hahn farbig, ist aber spalterbig in Albino.

Aus diesem spalterbigen Hahn kann man dann mit einer Albinohenne je zur Hälfte Albinos und Farbige in beiden Geschlechtern ziehen. Die daraus stammendn Hähne fallen aber immer wieder spalt Albino.

Bekannt ist wohl, dass die Hähne 2 X-Chromosomen haben, die Henne nur eines. Es gibt bei Legewachteln 4 Farbschläge mit geschlechtsgebundener Vererbung: Rot, Braun, Zimt, Unvollständiger Albinismus (es gibt noch einen zweiten Albino). Alle haben sie sich nicht verbreitet, da sie alle irgendwelche körperlichen Schwächen zeigen.

Bei uns bekannt waren mal die Albinos (siehe Dr. Köhler) und sind die Zimter. Deren Schwächen sind bekannt, es gibt aber genügend Fälle bei anderen Tierarten, wo der Albinismus nicht mehr schwächt (Kaninchen, Mäuse, Guppys). Offensichtlich hängt das damit zusammen, dass trotz sichtbaren Albinismus noch eine geringe Menge von Melanin in der Iris ist und diese geringe Menge züchterisch zu vergrößern geht. Bekannt ist das bei den Guppys. Vor 70 Jahren entstanden in England die ersten Albinos, sie vermehrten sich viele Jahre kaum, der Bestand wurde mühsam am Leben gehalten. Heutzutage gibt es trotz der immer noch roten Augen keinen Unterschied mehr zu farbigen Guppys.

Bei den Zimtern gibt es bereits dunkeläugige, trotzdem müssen sie noch "sehr liebevoll" aufgezogen werden.



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Mo 4. Jul 2011, 19:30

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Ich werd mir deinen Beitrag mal Morgen in Ruhe durchlesen, wenn es nicht gerade 21.30 Uhr ist. :lol:
Aber danke für die umfangreiche Erklärung!
Erblehre hat mich schon immer sehr interessiert. Habe mich auch schon viel bei Fischen und Katzen damit beschäftigt.
So habe ich z.b. zuhause einen Colourpointed Perser-Kater in weiss, und eine nicht colourpointed Katze in Schwarz. Aus beiden habe ich mühevoll (5 Würfe waren nötig!!!!) einen grauen Perserkater gezogen, der das colourpointed-Gen wieder in sich trägt, und somit als graues Tier auch weisse Katzen zeugen kann.
Alles nicht ganz so einfach in der Tierwelt. :mrgreen:

Apropos Fische... ich habe damals in jahrelanger "Kleinarbeit" einen festen Bestand Black Mollys gezüchtet, der salzwasserresistent war.
Das heisst dieser eigentlich aus dem Süsswasser kommende Fisch konnte ohne in wenigen Wochen komplett zu verpilzen in normal üblicher Salzwasserdichte leben.
Das war natürlich von Vorteil, wenn man Black Mollys als Futterfische eingesetzt hat.
Die Leute haben mir teilweise über die Landesgrenze hinaus die Bude eingerannt, um ein paar solcher Black Mollys zu bekommen.



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Di 19. Jul 2011, 15:57

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Alter: 17
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Verhält sich Zimt gegenüber Albino rezessiv oder Dominant?

_________________
Wer Fendt fährt führt!



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Mi 20. Jul 2011, 14:52

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Das sind beides rezessive Farben, wobei in der Farblehre "weiss" als rezessiv angegeben ist. Mir ist gerade nicht klar, ob mit "weiss" der Albinismus gemeint ist. :?:
Aus dem Bauch raus würde ich sagen, dass wenn 2x rezessive Farben auf einander treffen zu 50:50 vererbt wird.
Bitte korrigieren, falls ich damit falsch liege.



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Mi 20. Jul 2011, 15:16

Registriert: Do 3. Dez 2009, 09:21
Beiträge: 163

Hallo,

es sind verschiedene Sachen, die Weißen haben dunkle Augen, die Albinos rote als Hauptunterschied.

Wenn ich zwei verschieden rezessive Farben miteinander paare, kommen Wildfarbige heraus, wnn keine anderen Farbgene im Spiel sind. z.B. bei Zwergwachteln: Silber x Rehbraun ergibt nur Wildfarbige. Beide rezessiven Gene liegen in der F1 nur einfach vor und werden so nicht sichtbar. Deshalb heißen sie rezessiv wie überdeckt.

Gruß Kohlmeise



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Mi 20. Jul 2011, 18:17

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Registriert: Mo 6. Jun 2011, 22:18
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Ok, aber ist es nicht so, dass bei Zwergwachteln andere Farben rezessiv sind, als bei japanischen Wachteln?
Also hängt es bei zwei rezessiven Tieren davon ab, welche Gene dominant, bzw. intermediär sind? Hab ich das jetzt richtig verstanden?



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Mi 20. Jul 2011, 19:45

Registriert: Do 3. Dez 2009, 09:21
Beiträge: 163

Hallo,

wenn nur zwei rezessive Gene im Spiel sind, und das war hier die Frage, spielen doch intermediäre und dominante Gene gar keine Rolle.

Dass bei diesen beiden Wachtelarten Unterschiede bestehen, hängt hauptsächlich von der Namensgebung vor 30 bis 40 Jahren ab. Wir haben das dominante Beispiel von Tenebrosus bei den LW und Dunkelbraun ohne Maske bei den ZW. Auch weiß ist identisch. Bei silber scheidn sich die Geister, ebenso bei gelb.

Gruß Kohlmeise



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